Fünf Neuzugänge für intakte Ortswehr

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Fünf Neuzugänge für intakte Ortswehr

Im Mittelpunkt der Hauptversammlung der Obermögersheimer Brandschützer standen detaillierten Jahresrückblicke. Zudem nahmen die Kommandanten Stefan Biermeyer und Thomas Knörr mit Sebastian Ahnert, Heiko Biermeyer, Georg Edelmann, Julius Lichtenwalter und Simon Rohrhuber fünf junge Ortsbürger per obligatorischen Handschlag in die Feuerwehr auf. So zählt die personell stärkste Wehr in der Stadt Wassertrüdingen derzeit 107 Aktive, 27 Passive, zehn Ehrenmitglieder und zwei Ehrenkommandanten.

Nach dem musikalischen Auftakt durch die Hornistengruppe um Michael Bach, Wolfgang Gebert, Rainer Prechter und Werner Wagner hieß Kommandant Stefan Biermeyer im bis auf den letzten Platz gefüllten Gasthaus Kitzsteiner seine Feuerwehrkameraden und eine Reihe von Ehrengästen willkommen. In einer Gedenkminute wurde der verstorbenen Kameraden Günther Oßler und Karl Schlicker gedacht. Der von Schriftführer Harald Meister vorgelesene Protokolleintrag der Generalversammlung des Vorjahres war korrekt und spiegelte den Versammlungsablauf wieder. Kassier Werner Wagner berichtete den Floriansjüngern von geordneten finanziellen Verhältnissen innerhalb der Ortswehr. Stefan Bach der mit Walter Reichenthaler die Kasse geprüft hatte, bescheinigte dem Kassenverwalter eine saubere, lückenlose und nachvollziehbare Führung der Bücher und Belege, so dass die Versammlung ihn und die gesamten Vorstandschaft einstimmig entlastete.

Mit Ausnahme von Löscharbeiten auf einem Strohfeld im Eisler blieb die Wehr im vergangenen Jahr von großen Alarmierungen und Einsätzen verschont, erläuterte Kommandant Biermeyer zu Beginn seines Rückblicks. Um für den Ernstfall gerüstet zu sein, habe es wieder eine Reihe von Schulungsmaßnahmen gegeben, führte er weiter aus. Zwei Gruppen legten mit Erfolg die Leistungsprüfung „Die Gruppe im Löscheinsatz“ ab, und 20 Wehrmänner trafen sich zu einer Vorbesprechung für die anstehende „Modulare Truppausbildung (MTA)“.

Traditionell gut besucht waren die internen Hauptübungen am 1. Mai und am Kirchweihmontag. Aufgrund vieler Nachfragen aus dem Kameradenkreis fand im Feuerwehrgerätehaus ein Erste-Hilfe- Kurs statt. Unterstützt wurden der Sportverein Obermögersheim beim Fußballmitternachtsturnier in der Hesselberghalle in Wassertrüdingen, der Schützenverein „Weiße Rose“ bei der Königsproklamation, der Gesangverein und der Posaunenchor bei der gemeinsamen Jubiläumsveranstaltung sowie der Kindergarten beim Martinsumzug.

Eingesetzt waren die Feuerwehrkameraden auch bei Großveranstaltungen der Stadt Wassertrüdingen wie der BR-Radl-Tour, der Bayern- Rundfahrt und dem Afrika-Karibik-Fest. Für die Wehrmänner eine Selbstverständlichkeit ist die Teilnahme einer Abordnung an der Gedenkfeier am Volkstrauertag.

Im Ausblick auf das Jahr 2015 gab der Kommandant bekannt, dass die Feuerwehrolympiade in Röckingen am 09./10.Mai und das 125. Gründungsfest der FFW Ostheim am 14. bis 17 .Mai besucht werden. Um auch die „älteren“ Kameraden in das Tanklöschfahrzeug (TLF) einzuweisen, werden gezielte Schulungsabende angeboten. Besonderen Dank zollte er seinem Vertreter Thomas Knörr für das vertrauensvolle Miteinander und die jederzeitige Unterstützung sowie Gerätewart Erwin Bach der das Feuerwehrhaus „unterm Dach“ auf Vordermann brachte.

Nach dem positiven Vergleich mit der „Miniatur-Feuerwehr Knuffingen“ bezeichnete Pfarrer Matthias Ahnert in seinem Grußwort die Ortsfeuerwehr als gute Gemeinschaft mit großen Aufgaben, die sie mehr als gut erfüllt. „In Obermögersheim“, so der Pfarrer, „ist die Welt in Ordnung, denn die Leute gehen zur Feuerwehr, aber auch in die Kirch´“. Sowohl Bürgermeister Günther Babel als auch Kreisbrandmeister Peter Wittmann lobten den Ausbildungsstand und das Engagement der im Ehrenamt tätigen Ortsteilwehrmänner und sprachen dafür ihre Wertschätzung aus. Den fünf neuen Kameraden wünschten sie eine gute Ausbildung im Kreis der erfahrenen Obermögersheimer Wehrmänner und einen unfallfreien Dienst zum Wohle der Allgemeinheit.

Das Schlusswort hatte traditionell der stellvertretender Kommandant Thomas Knörr, der auf die Fertigstellung der Übungsstrecke für die Atemschutzträger in Dinkelsbühl hinwies, die Umstellung auf die Digitalfunktechnik kritisch ansprach und die Anwesenden bat, bei Schnee die Hydranten begehbar und einsatzbereit zu halten. Weil die St. Annakirche bei Hochwasser schon mehrmals in Mitleidenschaft gezogen wurde, wird von den Verantwortlichen die Anschaffung von Schottwänden überlegt. Thomas Knörr bedankte sich bei den Stadträten Achim Schlicker und Stefan Zinsmeister sowie bei einer Vielzahl von Unterstützern, die ihn wenn nötig kurzfristig geholfen haben.

Bild v.l.n.r.: Die Kommandanten Stefan Biermeyer (links) und Thomas Knörr (rechts) mit den Neuaufnahmen (v.l.n.r.), Georg Edelmann, Sebastian Ahnert, Simon Rohrhuber, Julius Lichtenwalter und Heiko Biermeyer

This article was written by Hermann Walther

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