Jagdgenossen zogen Bilanz

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Jagdgenossen

Die Jagdgenossen hatten in ihrer letzten Versammlung über zwei Anträge für die Verwendung des Jagdpachtes zu entscheiden. Der bisheriger „Vize“ Erhard Bühringer wurde als Nachfolger für den nicht mehr kandidierenden Jagdvorsteher Armin Bickel gewählt.

Pfarrer Matthias Ahnert, Bürgermeister Günther Babel, die Stadträte Achim Schlicker und Hermann Zeh sowie die Jagdpächtern Karl-Heinz Ballenberger und Harry Priedigkeit waren gekommen.

Dem von Schriftführer Wolfgang Gebert vorgetragenen Protokolleintrag der Vorjahresversammlung wurde von den Jagdgenossen zugestimmt. Dass mit dem „Jagdschilling“ verantwortungsvoll umgegangen wurde, war den Ausführungen von Kassier Richard Edelmann zu entnehmen. Waldemar Gebert, der mit Karl-Heinz Steingruber die Kassenprüfung vorgenommen hatte, attestierte dem Finanzverwalter eine saubere nachvollziehbare Führung der Bücher und Belege.

Aus dem Bericht von Genossenschaftsvorsitzenden Armin Bickel gingen die Aktivitäten des zu Ende gehenden Berichtsjahres hervor. So hat ein Grenzgang mit den Jagdpächtern stattgefunden. Um eine aktuelle Übersicht über den Zustand der Feldwege in der Obermögersheimer Flur zu haben, wurde von der Vorstandschaft eine Bestandsaufnahme gemacht. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde die Jagd für weitere neun Jahre an die bewährten Hände der bisherigen Pächter Karl-Heinz Ballenberger und Harry Priedigkeit vergeben.

Armin Bickel der sich nach zwei Wahlperioden als Jagdvorsteher für eine erneute Kandidatur nicht mehr zur Verfügung stellte, leitete auf die Neuwahlen über. Einstimmig votierten die Jagdgenossen bei der Wahl des Vorsitzenden für den bisherigen Stellvertreter Erhard Bühringer. Zu dessen Vertreter wurde der bisherige Beisitzer Stefan Biermeyer gewählt. Neben den altbewährten Kräften Wolfgang Gebert (Schriftführer), Richard Edelmann (Kassier) und Harald Edelmann (Beisitzer) wurde als neuer Beisitzer Friedrich Bickel gewählt. Die Kassengeschäfte werden weiterhin von den Revisoren Waldemar Gebert und Karl-Heinz Steingruber in Augenschein genommen. Bürgermeister Günther Babel beglückwünschte die neu formierte Jagdvorstandschaft, vergaß dabei aber nicht dem scheidenden Vorstand Armin Bickel für die stets harmonische und konstruktive Zusammenarbeit zu danken.

Im Anschluss stellte Bickel die beiden Anträge für die Verwendung des Jagdzinses vor. So wurde beim ersten Antrag für eine Vereinbarung mit der Stadt Wassertrüdingen zur Instandsetzung des Wachtlerweges einstimmig votiert. Die Kosten für den etwa drei Kilometer langen Waldweg werden mit 15 000 € veranschlagt und je zur Hälfte von der Stadt Wassertrüdingen und der Jagdgenossenschaft getragen. Von den Jagdgenossen ausgeführte Hand- und Spanndienste sollen angerechnet werden. Der Bürgermeister erläuterte in diesem Zusammenhang, dass die Stadt Wassertrüdingen für den Waldwegebau normalerweise keine Gelder zur Verfügung stelle, in diesem Falle aber eine Zusage, die im Rahmen der Eingemeindungsvereinbarung getroffen wurde, einhalten werde.

Eine rege aber sachliche Diskussion gab es zum zweiten Antrag, in dem ein Obermögersheimer Landwirt für einen Feldwegebau der Nachbargemeinde Geilsheim im „Hohler“ um finanzielle Unterstützung einreichte. Nach dem Austausch der verschiedenen Meinungen und Argumente wurde der Antrag abgelehnt.

Jagdvorsteher Armin Bickel bedankte sich bei Bürgermeister Babel und dem seit vielen Jahren harmonierenden Auszählerteam mit Friedrich Bohner, Rudolf Krebs und Hermann Zeh für die reibungslose zügige Ergebnisfeststellung. Seinen Jagdgenossen, der Vorstandschaft und den Jagdpächtern dankte der scheidende Vorstand für das gute vertrauliche Miteinander. Der neu gewählte Jagdvorsteher Bühringer bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen, bat sowohl seine Mitglieder als auch die Jägerschaft um eine gedeihliche künftige Zusammenarbeit. Seinem scheidenden Vorgänger Bickel dankte er für die geleistete Arbeit mit 25 Nordmanntannenpflanzen und 50 Blaufichtenpflanzen.

This article was written by Hermann Walther

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