Jagdgenossenschaft – Mit „Jagdschilling“ wird Musikprojekt unterstützt

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Einstimmig votierten die Jagdgenossen für die eingereichten Anträge zur Verwendung der Jagdpacht. Zudem wurde der Abschussplan erhöht. Jagdvorsteher Armin Bickel konnte unter den zahlreichen Jagdgenossen Bürgermeister Günther Babel. Pfarrer Matthias Ahnert, die Stadträte Achim Schlicker und Hermann Zeh sowie die Jagdpächter Karl-Heinz Ballenberger und Harry Predigkeit begrüßen.

Das von Schriftführer Wolfgang Gebert vorgetragene Protokoll spiegelte lückenlos den Verlauf der Vorjahresversammlung wieder, sodass die Mitglieder dem Inhalt wohlwollend zustimmten. Dass die Jagdgenossen mit dem „Jagdschilling“ verantwortungsvoll gewirtschaftet haben, war den Ausführungen von Kassier Richard Edelmann zu entnehmen. Karl-Heinz Steingruber, der mit Waldemar Gebert die Kassengeschäfte geprüft hatte, bescheinigte dem Kassenverwalter eine gewohnt korrekte und nachvollziehbare Führung der Kasse mit den dazugehörigen Belegen. Aus dem Bericht von Genossenschaftsvorsitzenden Armin Bickel gingen die Aktivitäten des zu Ende gehenden Jahres hervor. Von ihm und seinen Vorstandskollegen wurde eine Reihe von übergeordneten Sitzungen besucht, bei denen es unter anderem um das Verbissgutachten, das Jagdgeschehen im Landkreis Ansbach, die Schwarzwildbejagung und die Besprechung des Abschussplanes ging. In Einvernehmen mit den Jagdpächtern wurde auch in Obermögersheim der Abschussplan erhöht. Bei der diesjährigen Treibjagd, die für die Teilnehmer wieder ein schönes Erlebnis war, wurden 84 Hasen geschossen. Im Anschluss seines Rückblickes stellte Armin Bickel die eingegangenen zwei Anträge für die Verwendung des Jagdzinses vor. So stellte der Kirchenchor „Orgelpfeifen“ den Antrag die finanziell aufwendige CD-Produktion mit 500 € zu bezuschussen. Die Freiwillige Feuerwehr beantragte einen Zuschuss von 10,00 € pro Teilnehmer für einen Motorsägenlehrgang. Der Wahlausschuss mit Bürgermeister Babel an der Spitze und den seit 35 Jahren ein Team stellenden Auszählern Friedrich Bohner, Rudolf Krebs und Hermann Zeh konnte ein einstimmiges Ergebnis mitteilen. Sowohl bei den Stimmen (59) als auch bei der Fläche (693,3 ha) votierten die Anwesenden für die beiden Vorschläge. Dieses Abstimmungsergebnis verdeutliche das gute Miteinander im Dorf, betonte Babel in seinem Grußwort. Der Rathauschef dankte Vorsteher Armin Bickel und seiner Mannschaft sowie den Jagdpächtern für die gute Zusammenarbeit, die dem Ortsteil Obermögersheim und somit der Stadt Wassertrüdingen zugute komme.Pfarrer Matthias Ahnert dankte für den Zuschuss, der dem Kirchenchor „Orgelpfeifen“ zugesprochenen wurde. Dank dem guten Zusammenwirken von Stadt, Jagdgenossenschaft und Kirchengemeinde konnte die Glocke für die Aussegnungshalle angeschafft werden, „deren Klang jetzt über Feld und Flur zu hören ist“, so der Ortspfarrer.

Jagdpächter Karl-Heinz Ballenberger der das gute Verhältnis zu den Jagdgenossen hervorhob, hatte aber auch einige kritische Punkte anzumerken. So gibt es unter anderem immer wieder Ärger mit uneinsichtigen Hundebesitzern. Für das Jagdrevier selbst wird der Wandel in der Landwirtschaft mehr und mehr bemerkbar. Obwohl der Lauf der Zeit nicht aufgehalten werden kann und soll, muss der Wert der Jagd erhalten werden, „denn wenn nur noch Rehe und Schwarzwild bleiben, wird es uninteressant“, so Jagdpächter Ballenberger. Unter dem Punkt Wünsche und Anträge wurden die Feld- und Wirtschaftswege angesprochen, die es trotz schwergewichtiger Maschinen zu erhalten gilt. Für das angesprochene Biberproblem konnte weder von Bürgermeister Babel noch von Diskussionsteilnehmern eine Lösung gefunden werden. Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Stefan Biermeyer gab bekannt, dass im Frühjahr ein weiterer Motorsägenlehrgang stattfindet, für den eine erneute Anmeldung notwendig ist. Jagdvorsteher Armin Bickel forderte die Anwesenden auf Eigentumsänderungen bekannt zu geben, da das Jagdkataster überarbeitet werden soll. Der stellvertretende Jagdvorsteher Erhard Bühringer schloss die Jagdversammlung mit dem Dank an alle, die zum Wohl des Obermögersheimer Jagdreviers tätig sind.

© Text – Hermann Walther

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