Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins

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Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins

Friedrich Krebs wurde nach 28 Jahren Mitarbeit in der Vorstandschaft verabschiedet. Ihm folgt als 2. Vorsitzender Harald Edelmann nach. Der Verein richtet einen Dank an Günther Gebert für die Pflege der öffentlichen und kirchlichen Rasenflächen.

Nach der Begrüßung durch Vorsitzende Margit Jungwirth blickte Schriftführerin Christa Meyer auf die Aktivitäten im vergangenen Gartenjahr zurück. Abgehalten wurde ein gut besuchter Baumschneidekurs, die Blumenprämierung und an der erstmals abgehaltenen „Koderweihnacht“ beteiligte sich der Verein aktiv. Die Kinder im Dorf waren zum Bauen von Nistkästen unter der Aufsicht von Vorstandsmitgliedern und freiwilligen Helfern eingeladen. Mit einer Abordnung wurde am Kreisblumenfest in Königshofen teilgenommen. Natürlich war die Vorstandschaft beim 50. Geburtstag von Vorsitzender Margit Jungwirth präsent, um zu gratulieren, so die Schriftführerin abschließend.

Dass beim Verein wirtschaftlich geordnete Verhältnisse bestehen war den Ausführungen von Kassiererin Martina Lindner zu entnehmen. Werner Wagner, der die Kassenführung mit Monika Schlicker geprüft hatte, attestierte der Finanzverwalterin eine tadellose Führung der Bücher und Belege.

Jungwirth dankte den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern Christa Meyer (8 Jahre Schriftführerin), Anita Biermeyer (8 Jahre Beisitzerin) und Friedrich Krebs, auf dessen Wirken und Verdienste sie etwas näher einging. So war Friedrich Krebs 20 Jahre Beisitzer, bevor er 2006 zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde. Immer aktiv am Vereinsleben beteiligt, organisierte er Vereinsfeste, Kinderaktionen, baute Festzugwägen oder plante Wanderungen und Ausflüge. Als Dank und Anerkennung überreichte sie an das ausscheidende Vorstandsmitglied eine Ehrenurkunde und ein Präsent.

Bei der Neuwahl selbst wurde Margit Jungwirth im Amt als 1. Vorsitzende bestätigt, die Kassengeschäfte werden weiterhin von Martina Lindner geführt und als Beisitzer fungieren auch in der neuen Wahlperiode Markus Christ, Barbara Biermeyer und Elisabeth Kögel. Der bisherige Beisitzer Harald Edelmann übernimmt künftig das Amt des 2. Vorsitzenden. Nachdem das Schriftführeramt von den anwesenden Mitgliedern keiner übernehmen wollte, wird Kassiererin Martina Lindner den Part satzungskonform in Personalunion übernehmen.

Pfarrer Matthias Ahnert dankte in seinem Grußwort den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern und beglückwünschte die wieder gewählte Vereinsführung um Vorsitzende Jungwirth. Er betonte, dass der Obst- und Gartenbauverein zum Wohle des Dorfes viele Arbeiten verrichte. So werden neben den Grünflächen im Ort auch der Friedhof und das Areal des Kindergartens gemäht und gepflegt.

Einen interessanten Vortrag zum Thema „Hochbeet – Ernte ohne Rückenschmerzen“ bekamen die Gartenfreunde von Gartenbäuerin Christa Obergruber aus Großhaslach zu hören. So ist das Hochbeet eine Variante zur ebenerdigen Beetanlage und nahezu über das ganze Jahr nutzbar. Als Vorteil führte sie den Wegfall vom Bücken bei der Gartenarbeit, weniger Unkraut und keine Schnecken bei Anbringen eines Schneckenzaunes an. Durch die Verrottungswärme von unten und dem dadurch guten Klima im Hochbeet reifen die Früchte schneller und können rascher geerntet werden, dadurch ist schnell wieder Platz für die nächste Aussaat. Auch zu Aufbau, Formen und Anlage hatte die Fachfrau gute Tipps parat. So wird das Beet aus Betonsteinen, Ziegeln aber meist aus Holz aufgebaut. Man legt ein Hochbeet kastenförmig, rechteckig und nach Möglichkeit in Nord-Süd-Richtung (Sonneneinstrahlung) an. Wichtig ist, die Grundfläche des Hochbeetes mit einem feinmaschigen Drahtgeflecht zu bedecken, um das Eindringen von Nagetieren wie Mäusen zu verhindern. Füllen kann man das Beet entweder nur mit Erde oder, wenn man will, auch mit verschiedenen Schichten (Erde, Hölzer, Kompost). Um einen guten Ertrag zu erzielen, sollte nach Meinung vieler Fachleute das Hochbeet alle fünf bis sieben Jahre komplett entleert und danach wie bei einer Neuanlage neu befüllt werden. Sie selbst vertritt die Meinung, dass dieses „neu anlegen“ auch einige Jahre später passieren kann. Einfassen kann man es je nach Belieben mit den verschiedensten Materialien wie naturbelassenes Holz (idealerweise Lärchenholz aufgrund der Widerstandsfähigkeit), Naturstein, Kunststein (Betonplatten, Ziegelstein, etc.) oder Steinen. Um Kinder an den Garten und die Natur heranzuführen, gab die Gartenbäuerin zum Schluss ihrer Ausführungen den Tipp, sollten kindergerechte Hochbeete zu Hause, aber auch im Kindergarten aufgestellt werden.

This article was written by Hermann Walther

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