Motorsägenlehrgang bei der FFW Obermögersheim

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Motorsägenlehrgang Obermögersheim

Die Freiwillige Feuerwehr Obermögersheim führte einen Motorsägenlehrgang durch, denn die Waldarbeit und ganz besonders die Arbeit mit der Motorsäge ist sehr gefährlich.

Reiner Breit aus Wassertrüdingen unterrichtete die 20 Teilnehmer in einem theoretischen und einen praktisch Teil. Der Referent erläuterte den Aufbau der Motorkettensäge, die Sicherheitseinrichtungen sowie Instandhaltung und Wartung. Grundvoraussetzung für Arbeiten mit der Säge ist die vorschriftsmäßige persönliche Schutzausrüstung (PSA). Diese besteht aus einer Kopfschutzkombination mit Helm, Gehörschutz und Gesichtsschutz, einer Schnittschutzhose, Forstsicherheitsschuhen und Schutzhandschuhen. Dringend zu beachten sind die Unfallverhütungsvorschriften. Es gilt, die Witterung zu beachten, nie allein mit der Motorsäge arbeiten, für eine Rettungsmöglichkeit zu sorgen (Erste-Hilfe-Ausrüstung, Handy), die persönliche Schutzausrüstung zu tragen, eine Rückweiche links und rechts schräg hinter dem Baum freihalten, und schließlich „Achtung“ vor dem Fällen zu rufen. Beim Thema Holzernte erklärte Reiner Breit die Begriffe Starkholz (über 20 Zentimeter Brusthöhendurchmesser/BHD) und Schwachholz (bis zu 20 Zentimeter BHD). Zum benötigten Werkzeug gehören neben der Motorsäge, eine Axt, Keile und Fällheber mit Wendehaken. Erklärt wurde die allgemeine Schneidetechnik mit den Begriffen „Schneiden mit einlaufender, ziehender Kette“, „Schneiden mit auslaufender, schiebender Kette“ oder der nicht ganz ungefährliche „Stechschnitt mit der Schienenspitze“. Der Regelablauf einer Fällung beginnt mit dem Beurteilen des zu fällenden Baums. Es folgen Absperrmaßnahmen, das Miteinbeziehung der Nachbarbäume, das wählen des richtigen Fallkerbs und das Prüfen der Fällrichtung. Sinnvoll ist weiterhin eine Sicherheitskontrolle im Gefahrenbereich, bevor es an den Fällschnitt mit dem Keilen des Baumes geht. Beim praktischen Teil im Wald musste jeder Teilnehmer einen vorher ausgesuchten Baum fällen und aufarbeiten, das heißt, den Baum ausästen und in Meterstücke schneiden. Bei den unterschiedlichen Baumstärken konnten die in der Theorie gelernten verschiedenen Fällarten angewendet werden. Die Versorgung der Teilnehmer bei den winterlichen Verhältnissen mit heißen Würstchen durch den 1. Feuerwehrkommandanten Stefan Biermeyer und seiner Frau Barbara wurde dankbar angenommen. Nach dem Fototermin dankte der stellvertretende Kommandant Thomas Knörr dem Referenten Reiner Breit für die kurzweilige und interessante Schulung. Da die Teilnehmerzahl begrenzt war, konnten nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden. Es wird daher im Frühjahr nochmals ein Motorsägenlehrgang stattfinden, für den eine erneute Anmeldung bei Kommandant Biermeyer nötig ist.

© Text und Bild – Hermann Walther

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